Wie verläuft MS?
Der Krankheitsverlauf unterscheidet sich von Fall zu Fall. Wie sich die Krankheit entwickelt, hängt unter anderem von der Behandlung ab, denn mit bestimmten Medikamenten kann der Krankheitsverlauf verzögert werden. Eine entscheidende Rolle spielt die Form der MS.
Schubförmiger Verlauf
Bei der Mehrheit der Patienten hat die MS anfangs einen schubförmigen Verlauf. Das heißt, es kommt zu Schüben mit plötzlichen Verschlechterungen. Die Symptome treten über wenige Tage oder Wochen auf und bilden sich danach vollständig zurück. Im weiteren Krankheitsverlauf bleiben leichte Behinderungen, da sich die Krankheitserscheinungen nur noch teilweise zurückbilden.
Progredienter Verlauf

Bei einer Minderheit der Patienten hat die Krankheit von Beginn an einen fortschreitenden Verlauf. Die Beschwerden nehmen kontinuierlich zu. Bei diesem Verlauf treten keine Schübe auf und die Beschwerden bilden sich nicht zurück.
Bei vielen Patienten mit anfänglich schubförmigem Verlauf entwickelt sich später die progrediente Form, bei der zunehmend Beeinträchtigungen auftreten. Bei anderen Patienten verläuft die MS sehr langsam und möglicherweise tritt erst Jahrzehnte nach dem ersten ein weiterer Schub auf.
Insgesamt ist es bei neuerkrankten MS-Patienten nicht vorherzusagen, mit welchem Verlauf sie rechnen müssen. Viele Patienten können jahrelang beschwerdefrei oder mit leichten Beeinträchtigungen leben, bei anderen kommt es relativ schnell zu einer Verschlechterung. Gemeinsam ist allerdings allen Verläufen, dass die Krankheit auch dann aktiv ist, wenn die Patienten nichts davon bemerken und kein akuter Schub auftritt. Auch dann ist es wichtig, mit einer geeigneten Behandlung das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern.
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